Archiv für den Monat: Dezember 2019

Neuer Podcast

Es gibt einen neuen Podcast von Zeit-Online: „Unter Pfarrerstöchtern„. Sabine Rückert und ihre Schwester Johanna Haberer erzählen Geschichten aus der Bibel. Sabine Rückert, stellvertretende Chefredakteurin der Zeit und Akteurin im Podcast Zeit-Verbrechen kam während eines Auftrittes bei Jan Böhmermann auf die Idee, einen Bibel-Podcast zu machen. Johanna Haberer ist Theologie-Professorin in Erlangen. Ihr Vater war Pfarrer. Das kann nur eine spannende und unterhaltsame Mischung werden. Teil 1 habe ich gehört und finde den Podcast jetzt schon super.

Bemerkenswertes Bußgeld

Der Bundesbeauftragte für Datenschutz und informationelle Selbstbestimmung hat gegenüber der 1&1 Telecom GmbH ein Bußgeld in Höhe von 9.550.000 Euro verhängt. Die Telefonhotline von 1&1 gab umfangreiche Auskünfte zu Kundendaten. Eine Identifikation erfolgte lediglich über Name und Geburtsdatum. Obwohl sich 1&1 einsichtig zeigte und Maßnahmen ergriff („…bitte halten Sie ab sofort immer Ihre persönliche 1&1 Service-PIN sowie zusätzlich Ihre 1&1 Rufnummer oder Ihre 1&1 Vertragsnummer bereit, wenn Sie bei uns anrufen. So kann der telefonische Kundenservice Sie als Vertragspartner identifizieren.“ aus der Kunden-E-Mail), fiel das Bußgeld doch bemerkenswert hoch aus.

Der Bundesbeauftragte dazu:

Datenschutz ist Grundrechtsschutz. Die ausgesprochenen Geldbußen sind ein klares Zeichen, dass wir diesen Grundrechtsschutz durchsetzen werden.“ (https://www.bfdi.bund.de/SiteGlobals/Modules/Buehne/DE/Startseite/Pressemitteilung_Link/HP_Text_Pressemitteilung.html)

Wo wohnt der Weihnachtsmann?

Ja, wo genau wohnt er denn nun, der Weihnachtsmann? Wer, wenn nicht das NORAD (North American Aerospace Defense Command), könnte das wissen. NORAD hat gerade seine Website zum Verfolgen des Fluges des Weihnachtsmannes zu den Familien weltweit freigeschaltet.

Und weil es noch etwas Zeit ist, bis der Weihnachtsmann startet, können alle Interessierten in der Zwischenzeit das Dorf des Weihnachtsmannes am Nordpol erkunden.

Und wer es nicht erwarten kann:

Entstanden ist die Tradition des Weihnachtsmanntrackers übrigens durch einen Zufall. Die veröffentlichte Telefonnummer der Weihnachtsmannhotline eines Kaufhauses enthielt einen Zahlendreher. Kinder, die eigentlich den Weihnachtsmann erreichen wollten, landeten beim Stab des CONADs. Das CONAD war der Vorgänger vom NORAD. Colonel Harry Shoup spielt mit und gab den Kindern die Koordinaten des Weihnachtsmannes durch. So entstand der Weihnachtsmanntracker, der seitdem in jedem Jahr am 1. Dezember startet.

Eine schöne und friedliche Adventszeit Euch allen!

Verdammt, es ist Weihnachtszeit!

Die Adventszeit soll uns eigentlich Besinnlichkeit bescheren. Gelichzeitig jedoch wollen wir Geschäftspartner mit einem weihnachtlichen Gruß erfreuen. An dieser Stelle nimmt das Drama seinen Anfang. Was ist schon ein herzerwärmender Weihnachtsgruß ohne persönliche Ansprache des Empfängers. Und schwupps – schon ist man von weihnachtlicher Beschaulichkeit bei der Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) und dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) gelandet.

Weihnachtliche Grüße, die per E-Mail versandt werden, sind werbende Maßnahmen und unterliegen somit den Regelungen des UWG (§ 7 Abs. 2 Nr. 3). Ohne vorliegende und dokumentierte Einwilligung kann die Weihnachtspost abgemahnt werden. In Bezug auf den DS-GVO könnte man an dieser Stelle mit Art. 6 Abs. 1 Buchstabe f – berechtigtes Interesse – argumentieren. Schließlich will man sich ja den allgemeinen Gepflogenheiten der Weihnachtspost unterordnen. Das UWG hat man damit allerdings immer noch an den Hacken. Nutzt man E-Mail als Kommunikationsweg, sollte man die Gelegenheit nutzen und die Empfänger auf ihr Widerspruchsrecht hinweisen.

Die DS-GVO kommt dann ins Spiel, wenn man mit einem offenen E-Mail-Verteiler arbeitet. Klare Empfehlung an dieser Stelle: BCC-Feld für alle Empfänger nutzen. Das Thema „Offener E-Mail-Verteiler“ hatte ich schon mal ins Blickfeld gerückt.

Karl Hermann Trinkaus – Der neue Mensch

Ich sitze gerade im Café Idee des Museums der Bildenden Künste (MdbK) in Leipzig. Über mir erhebt sich der Kopf des „Kaputtnik“ von Paule Hammer. Vor mir stehen ein Kaffee und ein Stück Kirsch-Schmand-Kuchen. Noch stapeln sich Styropor-Platten neben der Figur. Die Fertigstellung des Werkes vollzieht sich in Etappen. Im Mai 2020 soll der „Kaputtnik“ vollendet sein. Ich bin gespannt.

Paule Hammer – Kaputtnik (2019)

Das Bemerkenswerte an diesem Tag ist nicht etwa der Weihnachtsmarkt, der von tausenden Menschen geflutet wird. Ich habe heute Karl Hermann Trinkaus entdeckt. Ihm ist die aktuelle Sonderschau aus der Reihe „Bauhaus – Der neue Mensch“ gewidmet. Trinkaus wurde in der Nähe von Leipzig geboren, hat am Bauhaus in Dessau u. a. bei Klee und Kandinsky studiert.

Karl Hermann Trinkaus – Stalin im Gespräch (um 1927)

Erstaunlich aktuell ist für mich das Werk „Der neue Mensch“. Trinkaus scheint 1926 das Verhaftetsein der Menschen in Social Media vorweggenommen zu haben.

Karl Hermann Trinkaus – Der neue Mensch (1926)

Der urbane Mensch scheint verhaftet in einer Welt aus Medien, Werbung und Vergnügen. Der mutige Schritt endet auch nur bei Chlorodont.