Archiv für den Monat: Januar 2020

27. Januar 2020 – Das iPad feiert 10. Geburtstag

Nachdem Steve Jobs am 27. Januar 2010 das iPad vorstellte, schrieb das Wall Street Journal dazu: „Das letzte Mal, als es dermaßen viel Aufregung um eine Tafel gab, standen darauf ein paar Gebote.“

Bis 2018 waren die iPad-Umsatzzahlen rückläufig. Inzwischen sind sie wieder leicht gestiegen. Das Aus für Tablets wurde bereits mehrfach prognostiziert. So ein richtiges Ende allerdings kann ich derzeit nicht erkennen.

Ich bin seit vielen Jahren intensiver iPad-Nutzer. Ich lese Bücher auf meinem iPad, ich kommuniziere via E-Mail, ich nutze mein iPad für Social Media. Seit etwa einem Jahr schreibe ich längere Texte mit einer externen Tastatur. Gerade tue ich das übrigens auch.

Mein iPad ist für mich ein unverzichtbarer Begleiter im Arbeitsalltag. Hier bereite ich meinen Unterricht vor. Ich plane und organisiere Unterrichtsprojekte und ich nutze es zur Medienwiedergabe. Um geräteneutral arbeiten zu können, setze ich AppleTV 2 ein. Ich kann mich so frei im Klassenraum bewegen und trotzdem Inhalte für meine Schüler projizieren.

Ich sage an der Stelle einfach mal: Herzlichen Glückwunsch iPad. Schön, dass es Dich gibt!

Datenschutz in Zeiten von Digitalisierung und Digitalität

Der Bundesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Ulrich Kelber gab in dieser Woche eine Stellungnahme zur Datenstrategie der Bundesregierung ab.

Bereits sein Einstieg regt zum Nachdenken an: „eine Datenstrategie innerhalb einer Digitalisierungsstrategie muss zwingend eine klare Linie beim Datenschutz beinhalten. Datenschutz ist in Europa von den Grundrechten abgeleitet und nicht optional.“ Datenschutzmaßnahmen sind in der Europäischen Union eben keine nette Nebensächlichkeit. Sie sind grundlegend. Das vergessen wir zu leicht. Hinterfragen wir wirklich immer unser Tun unter diesem Gesichtspunkt? Wie gehe ich mit Schülerdaten, mit Patienten- oder mit Kundendaten um? Sensibilisiere ich mein Umfeld zu Fragen des Datenschutzes?

„Bereits heute sind Daten nicht mehr auf ein paar Informationen über unsere Person beschränkt. Sie ermöglichen ein vollständiges Abbild des Menschen, seiner Familie und Freunde, seiner Ausbildung und Arbeit, seiner Hobbys, Krankheiten, Vorlieben und Schwächen, seines täglichen Bewegungsradius, seine Einkäufe, seine politischen und religiösen Einstellungen, seines Gemütszustands usw. Das ist angesichts der Verschränkung des digitalen und des nicht-digitalen Lebens von herausragender Bedeutung. heute sind Daten nicht mehr auf ein paar Informationen über unsere Person beschränkt. Sie ermöglichen ein vollständiges Abbild des Menschen, seiner Familie und Freunde, seiner Ausbildung und Arbeit, seiner Hobbys, Krankheiten, Vorlieben und Schwächen, seines täglichen Bewegungsradius, seine Einkäufe, seine politischen und religiösen Einstellungen, seines Gemütszustands usw. Das ist angesichts der Verschränkung des digitalen und des nicht-digitalen Lebens von herausragender Bedeutung.“

Stellungnahme des Bundesbeauftragten Ulrich Kelber

Zu oft wird Datenschutz als Hemmnis in Digitalisierungsprozessen gesehen. Dieser Logik folgend müsste das gesamte Silicon Valley in Aufruhr sein. Hat doch gerade erst Kalifornien in einem Alleingang ein Datenschutzrecht beschlossen, das in einigen Punkten schärfer eingreift, als die DS-GVO. Haben wir verzweifelte Aufschreie gehört? Droht eine gigantische Abwanderung von Konzernen aus Kalifornien? Nichts der Gleichen passiert.

Datenschutz und Informationsfreiheit müssen m. E. stärker im Unterricht eine Rolle spielen. Lehrer haben eine Vorbildfunktion auch unter diesen Gesichtspunkten. Wenn wir unsere Daten zu schätzen wissen, dann können wir auch den Schutz unserer Daten würdigen.