Im polnischen Riesengebirge (Karpacz)

Pfingsten 2026

Sonntag, 24. Mai 2026

Wir haben in dieser Nacht nicht so gut geschlafen. Wahrscheinlich steckt uns noch die Schändung unseres Busseratis in den Köpfen.

8:00 Uhr sind wir beim Frühstück zur Stelle. Aber wir sind nicht die einzigen, die so früh am Sonntag startklar sind. Das Personal bewältigt den Ansturm aber souverän. Es gibt wieder alles, was das Herz begehrt.

Nach dem Frühstück entspannen wir noch etwas und dann geht es los. Wir parken unseren Bus ordentlich ein. Der Parkplatz ist schon gut geleert.

Das Flüsschen Lomnica wird unterhalb des Hotels gestaut.

Die Staumauer ist ein kleines Highlight und Selfie-Punkt.

Am Fluss entlang kommen wir ins Zentrum von Karpacz.

Auf dem Rückweg rasten wir am Stausee, sitzen schön im Schatten mit Blick aufs Wasser.

Zurück im Hotel sind wir faul mit Stricken und Vorlesen. Dann wollen wir Kaffee trinken gehen, aber mir geht es plötzlich nicht gut. Die Schmerzen werden so stark, dass ich bereit bin, den Notarzt zu rufen. Zum Glück ist der nicht so schnell. Nach bangen Minuten mit Schmerzen und kaltem Schweiß ist plötzlich alles vorbei. Wir bestellen den Notarzt ab. Trotzdem packen wir unsere Sachen. Die nächste Attacke, so es eine geben sollte, würde ich lieber zu Hause erleben.

Vor dem Abendbrot telefoniere ich mit Torsten. Der gibt in Ferndiagnose erst mal Entwarnung fürs Herz.

Nach dem Essen verabschieden wir uns vom Hotel, seinen freundlichen Mitarbeitern und sind uns sicher, dass wir wiederkommen.

18:00 Uhr fahren wir los, tanken noch und rollen gen Heimat.

Samstag, 23. Mai 2026

Wir haben gut geschlafen und starten erwartungsfroh zum Frühstück. Und das Frühstück hier im Hotel ist wirklich super. Da haben die ganzen Bewertungen Recht. Es gibt Wurst, Käse, Schinken, Salate, Rührei, Pilze mit Zwiebeln, Würstchen, Buletten, Kuchen, Crêpes…

Nach dem Frühstück starten wir in Richtung Skiarena. Wir haben Glück, denn ein Parkplatz hat noch freie Plätze. Von hier aus wandern wir zur Talstation des Sessellifts. Und dann geht es auch schon bergan.

Aus der Ferne grüßt die Schneekoppe. Oben angekommen, wandern wir los. Das Wetter ist perfekt. Es ist nicht zu heiß und Sonne und Wolken wechseln sich ab.

Auf 2,3 km Wanderweg überwinden wir 257 Höhenmeter. Aber die Aussicht entschädigt uns für die Anstrengung.

Wir sind nicht alleine auf dem Weg nach oben.

Nachdem wir verschnauft haben, machen wir uns an den Abstieg. Der ist etwas entspannter, als der Weg nach oben. Aber auch hier sind wir nicht alleine.

Trotz der Wärme liegt noch Schnee am Wegesrand.

Bevor wir wieder den Lift ins Tal nehmen, gibt es noch ein gutes polnisches Bier an der Bergstation.

Von unserem Tisch aus haben wir noch einmal den perfekten Blick zur Schneekoppe. Mit dem Lift schweben wir bergab.

Unten angekommen warten noch die Kaskaden auf uns. Der Bergbach Lomnica rauscht hier vor sich hin.

Zurück im Hotel genießen wir auf der Terrasse einen Kaffee. Mein Hase hat dazu Rhabarberkuchen. Ich habe mich für ein Risotto mit grünem Spargel entschieden.

Wir bleiben gleich auf der Terrasse sitzen und gehen zum Abendbrot über. Es gibt wieder verschiedene Speisen vom Büffet.

Nach dem Abendbrot wollen wir noch in einen Bidronka-Supermarkt. Der erste Markt liegt mitten in einer Baustelle ohne Parkplatz.

Auf dem zweiten Parkplatz steppt der Bär. Wir haben Glück und erwischen einen freien Stellplatz. Wir warten erst mal mit dem Aussteigen. Während wir noch im Auto sitzen, gibt es eine Erschütterung. Ein Saab Cabrio ist an unserer Stoßstange hängen geblieben. Wir haben vor allen Abrieb. Beim Saab geht es bis zur Grundierung. Der Verursacher ist freundlich und einsichtig. Wir machen Fotos und tauschen Daten aus. Wahrscheinlich lässt sich die Farbe auf unserer Stoßstange wegpolieren. Gerade wollen wir nun endlich in den Bidronka, da versucht ein zweites Auto völlig bekloppt auszuparken. Der setzt seinen Honda Civic mit viel Schmackes an unsere Stoßstange. Wir waren gerade mal 12 Minuten auf dem Parkplatz und haben zwei Schäden kassiert.

Das Einkaufen lassen wir und fahren zum Hotel zurück. Hier ist die Parksituation auch nicht viel besser. Hoffentlich bekommt unser armes Auto keine weiteren Schäden!

Freitag, 22. Mai 2026

10:00 Uhr starten wir zu Hause und doch sehr staufrei sind wir 13:45 Uhr am Hotel.

Parkplatz, Hotel und Riesengebirge

Noch können wir nicht in unser Zimmer. Also erkunden wir die Gegend. Oberhalb vom Hotel sehen wir die Schneekoppe.

Da wir inzwischen einen kleinen Hunger ausprägen, gehen wir ins Hotelrestaurant.

Unser Essen war super.

Am Nachbartisch sitzt eine Geburtstagsgesellschaft. Wir sind die einzigen Gäste im Restaurant. Plötzlich werden wir in die Party integriert. Wir bekommen Champagner und auch noch leckere Geburtstagstorte. Das ist eine so nette Geste.

So gestärkt ziehen wir nun in unser Zimmer ein. Das Zimmer ist groß und gemütlich. Wir ziehen uns um und gehen auf unsere erste Wanderung.

Es geht zur Kirche Wang, eine originale norwegische Stabkirche aus dem 12. Jahrhundert. Wir müssen aber erst mal einen beachtlichen Anstieg bewältigen. Doch die Anstrengung hat sich gelohnt.

Auch von innen macht die Kirche was her.