29. August bis 7. September 2026
Montag, 7. September – Das Ende
Die Nacht war wieder gruselig. Nachdem die Party vorbei war, begann das Kärchern. Ein Anruf bei der Rezeption brachte keine Abhilfe.
Nach dem Aufwachen lagen wir schon im Kieler Hafen. Das Frühstück war Nahkampfzone. Aber wir hatten wieder den schönen Tisch beim Fisch am Fenster.


Sonntag, 6. September – Seetag
Wir haben schon mal etwas besser geschlafen, als in den beiden Nächten zuvor. Unser Tag startet mit Sonne und Wolken, aber freundlichen Wolken. 8:00 Uhr Yoga für meinen Hasen ist hart, aber sie geht motiviert hin. Ich sitze derweil schon beim Frühstück im Heck des Schiffes.

Nach dem Frühstück nehmen wir noch einen gepflegten Kaffee in der Ruhe-Bar. Ich hüpfe aber vorher noch mal schnell in unsere Kabine. Unsere Kabinencrew hat sich heute schon mal von uns verabschiedet.

Gegen Mittag haben wir unsere Aromaöl-Paarmassage, ein schmerzhaft schönes Erlebnis. Man staunt, was kleine asiatische Frauen mit kleinen Händen für Kräfte ausüben können.
Nachdem wir etwas geruht haben, wandern wir über Deck und landen anschließend in der Ruhebar, die den offiziellen Namen „Ruhepol“ trägt.
Am Nachmittag hat mein Hase noch einen Sportkurs. Ich liege derweil faul rum. Mit Vorlesen und Stricken wird es auch schon Zeit fürs Abendbrot – leider das letzte unserer Reise mit „Mein Schiff 7“, zumindest in diesem Monat.
Bei Rotwein und Bier fassen wir unsere Woche zusammen:
- Die schönste Hauptstadt? – Stockholm
- Der schönste Ausflug? – Porvoo / Moorwanderung (Uta / Ulf)
- Die beste Stelle an Board? – Ruhepol / Ankelmanns (Uta / Ulf)
- Das beste Getränk? – heiße Schokolade im Ruhepol / Rosé in der Überschau Bar (Uta / Ulf)
- Die beste Wellness-Anwendung? – Kopf-Nacken-Massage / Fußreflexzonenmassage (Uta / Ulf)
Wobei… Der Rotwein auch sehr ok ist.

Während mein Schatz nach dem Abendbrot noch einmal die Sauna besucht, beginne ich schon, meine Sachen zu ordnen und fürs Verpacken im Koffer vorzubereiten.
Zum Sonnenuntergang bin ich dann auf Deck 14.




Im Ruhepol ergänze ich dann unser Tagebuch, welches so langsam zu seinem Ende kommt.
Samstag, 5. September – Stockholm
Nie wieder Deck 11! Was war das für eine Nacht. Zuerst die Weiße Nacht auf dem Pooldeck mit Musik und Party, dann erste Aufräumarbeiten über uns und heute früh ab 5:00 Uhr nochmal Reinigung und Liegengeschiebe.
Aber heute Früh fahren wir in die Schären vor Stockholm ein. Von kleinen Inselchen mit einem Baum und Gras drumherum bis zur Insel mit Straßen drauf ist alles dabei. 26.000 Inseln vor Stockholm in der Ostsee bilden den Schärengarten. Die schwedische Hauptstadt selbst liegt auf 14 Inseln, die durch Brücken miteinander verknüpft sind.






Die kleinste Insel trägt die Altstadt Gamla Stan. Unser Schiff ankert dann final an der größeren Insel Södermalm. Von unserem Balkon aus sehen wir den Freizeitpark Gröna Lund und das Trockendock, auf dem die Vasa nach ihrer Bergung zuerst behandelt wurde.

Übrigens ganz in der Nähe unseres Liegeplatzes ist die Vasa auf ihrer Jungfernfahrt nach nur 1.400 m Fahrtstrecke gesunken.
Nach dem Frühstücken geht auch schon unser Ausflug los. Zuerst halten wir in der Altstadt.






Dann geht es weiter zum Vasa-Museum.







Nächster und letzter Halt unserer Rundfahrt ist das Rathaus. An Samstagen heiraten hier bis zu 40 Paare und im Festsaal „Blauer Saal“ findet das Bankett nach der Verleihung der Nobelpreise statt.





Nachdem wir wieder an Board sind, genießen wir die Ruhe in der Ruhe-Bar und die Aussicht auf das traditionelle und das moderne Stockholm. Boote und Schiffe kommen vorbei.


Vor dem Auslaufen geht ein Regenguss nieder. Der ist zum Glück vorbei, bevor das Auslaufen beginnt. Wir haben einen tollen Platz auf dem Oberdeck.






Und dann geht es auch schon los. Drei Stöße aus dem Signalhorn und wir verlassen Stockholm.










Der Abend beschert uns wieder mal einen spektakulären Himmel. Nach dem Abendbrot an einem Tisch mit toller Aussicht überlegen wir, welche der besuchten Hauptstädte unser Favorit ist. Wir haben keinen. Jede Stadt und jedes Umland hatten ihre eigene Besonderheit und Schönheit. Wir wollten auf keine Etappe unserer Reise über die Ostsee verzichten.






Freitag, 4. September – Helsinki
In der Nacht sind wir von Tallinn nach Helsinki gezuckelt.

Wir sind heute gut in den Tag gestartet. Beim Frühstück ist es noch entspannt. Dann geht es auch schon los. Der Bus wartet und wir fahren durch Helsinki und aus der Stadt heraus. Dabei erfahren wir, dass die Baustelle vor unserem Liegeplatz eine Aufschüttung ist. Die Uferzone wird verfüllt um so Platz für Häuser zu gewinnen.
Erste Station unseres Ausfluges ist das Gut Savijärvi. Hier leben vier Generationen auf einem Gutshof, der aus mehreren Wohnhäusern und Stallungen besteht. Die Familie züchtet seit Generationen Pferde und dressiert diese auch für Springreiten, Military, Therapie und Sportkutschfahrt. Die Zufahrtsstraße zum Gut ist ein planierter Naturweg. Im Haupthaus des Gutes erwarten uns Kaffee, Kuchen und Beeren.




So gestärkt stellt uns die Besitzerin das Gut vor.



Weiter geht es mit dem Bus nach Porvoo, einst die heimliche Hauptstadt Finnlands, Sitz des Bischofs und schon lange existent, bevor es Helsinki überhaupt gab. Porvoo liegt am Porvoofluss, auf dem früher Handelsschiffe aus der Ostsee einfahren und ihre Ladungen an den für den Ort typischen roten Lagerhäusern löschen konnten. Heute kommen keine Schiffe mehr aus der Ostsee. Aber die roten Lagerhäuser gibt es immer noch.


In Porvoo fügt sich in besonderer Weise die finnische Geschichte zwischen Schweden und Russland zusammen.
Wir wandern auf den Kirchberg hinauf. Neben der schwedischen Domkirche steht die deutlich kleinere finnische Kirche.





Auf dem Rathausplatz endet unsere Führung in Porvoo und wir haben Zeit für uns. Zuerst gehen wir in ein Café.

In der historischen Altstadt gibt es zwei Gassen. Die erste gehen wir hinab und stoßen irgendwann auf ein Wollegeschäft.






Die zweite gehen wir zurück zum Rathausplatz, ohne von einem zweiten Wollegeschäft überrascht zu werden.



Zurück beim Bus kommen wir noch einmal an den Lagerhäusern vorbei.




In Porvoo übrigens überzeugte Zar Alexander I. die finnische Ständeversammlung, sich bei Erhalt einer gewissen Autonomie dem russischen Zarenreich anzuschließen. Bei der Gelegenheit soll Alexander I. ein Techtelmechtle mit der Tochter des Bürgermeisters gehabt haben. Wie dem auch sei, die Dame war bis an ihr Lebensende gut versorgt und lebte in einem repräsentativ großen Haus neben dem Rathaus.
Auf dem Rückweg zum Schiff halten wir am Senatsplatz für ein paar Fotos.


Zurück auf dem Schiff begrüßt uns das Tier des Tages.

Vom Balkon aus blicken wir zurück zum Zentrum von Helsinki.

In der Ruhebar genießen wir einen Kaffe und den Blick über Helsinki.
Pünktlich 17:00 Uhr verlassen wir den Hafen von Helsinki in Richtung Stockholm.


Am Abend steigt auf dem Pooldeck die Weiße Nacht (Dresscode Weiß).



Noch ist uns nicht klar, was das für unseren Nachtschlaf bedeutet.
Donnerstag, 3. September – Tallinn
Nach einer stürmischen Nacht (Windspitzen bis 75 km/h) wurden heute früh die Liegen und Sitzmöbel auf Deck 12 wieder breit gestellt. Das hört man in unserer Kabine doch. Jedenfalls sind wir wach und sehen vom Bett aus, wie wir in die Bucht vor Tallinn einfahren.

Die Altstadt von Tallinn liegt direkt vor unserem Balkon.

Nach dem Frühstück geht es auch schon los zum Ausflug ins estnische Moor.


Mit dem Bus verlassen wir Tallinn und folgen der Autobahn 1 in Richtung Osten. Nach etwa 55 km erreichen wir den Parkplatz des Lahemaa-Nationalparks. Dieser Nationalpark ist nicht nur ein Wildtierreservat. Er ist auch ein geschütztes Hochmoor. Unser Begleiter aus Estland kann uns viele Informationen zu den Tieren und Pflanzen im Moor vermitteln. Auf schmalen Holzbohlen bewegen wir uns voran.



Etwa in der Mitte unserer Wanderung durchs Moor wartet ein Aussichtsturm auf uns.





Am Ende des Weges erwartet uns unser Bus und bringt uns nach Käsmu, einem alten Dorf mit vielen hölzernen Kapitänshäusern. In Käsmu beginnt es zu regnen, was uns aber nicht weiter beeinträchtigt. Im Seefahrtsmuseum erwarten und Kaffee, Tee, kalte Getränke und Kuchen. Gemütlich sitzt die Ausflugsgruppe beisammen und lässt es sich schmecken. Anschließend haben wir Zeit, uns das kleine, liebevoll eingerichtete Museum anzusehen.




Und auch für den Strand von Käsmu bleibt noch Zeit.



Auf dem Rückweg zum Schiff können wir in der Altstadt von Tallinn den Bus verlassen und zu Fuß die Altstadt erkunden.










Zurück beim Schiff sind wir doch recht erschöpft und hungrig. Doch zuerst erwartet uns wieder ein Tier in unserer Kabine.


Nach dem Abendbrot nehmen wir noch ein Getränk in der Ruhepol-Bar.

Bei Einsetzen der Dunkelheit bieten die beleuchtete Stadt und der Hafen einen tollen Anblick von unserem Balkon aus.

Mittwoch, 2. September – Riga und Jūrmala
Heute soll uns der Wecker wecken, doch kurz vor 7:00 Uhr sind wir schon wach. Das Schiff legt gerade im Industriehafen von Riga an. Der Stadthafen ist schon belegt.

Gerinnungsfaktor messen, waschen, anziehen und zum Frühstücken. Dann geht es auch schon los. Wir fahren im morgendlichen Berufsverkehr fast eine Stunde ins Zentrum. Es geht vorbei an Plattenbauten und an Holzhäusern.
Die Altstadt von Riga ist eine bunte Melange aus alt und neu, aus Jugendstil und Moderne.






Und sehr grün ist die Stadt auch.






Zufällig geraten wir ins Wolle-Paradies.




Mit dem Bus geht es weiter an die Ostsee nach Jūrmala.






Wir haben hier eine reichliche Stunde Zeit für uns. Dann bringt uns der Bus zurück zum Schiff.

In unserer Kabine wartet noch ein Tier auf uns.

Während wir einen Snack zu uns nehmen, legen wir in Riga ab und begeben uns in Richtung Tallinn. Der Himmel beschert uns noch einen Regenbogen.

Nach dem Abendbrot unternehmen wir noch einen Spaziergang auf Deck 14 bei 56 km/h Windgeschwindigkeit. Nur gut, dass wir ein vernünftiges Abendbrot hatten. Der Wind weht kräftig.


Dienstag, 1. September – Seetag
Nach einer doch erholsamen Nacht stürzen wir uns ins Frühstücksgetümmel. Na ja, das erste Frühstück ist vielleicht für einige Passagiere gewöhnungsbedürftig. An den Kaffeeautomaten bilden sich lange Schlangen, weil einige das Display studieren, als müssten sie Altes und Neues Testament in einem Ritt lesen.
Nach dem Frühstück drehen wir eine Runde an Deck und genießen die frische Luft.
Gegen Mittag steht für uns beide eine Fußreflexzonenmassage an – super entspannend! So entspannt können wir uns auf dem Sonnendeck in die Sonne legen. Der Vorteil unserer Balkonüberdachung bei Regen erweist sich bei Sonne als Nachteil. Wir sitzen im Schatten.
Am Nachmittag hat mein Hase einen Sportkurs und ich gehe zu einer Galerie-Führung mit spannenden neuen und bekannten Künstlern.
Zum Kaffee gehen wir ins Anckelmannsplatz. Hier ist die Auswahl an Gebäck besonders groß. Ich mache hier den Platzhalter, während mein Hase zum zweiten Sportkurs des Tages geht. Leute beobachten und Tagebuch schreiben sind doch auch schön. Und Rotwein kommt hier aus dem Zapfhahn. Außerdem ist unser Tisch am Fenster und ich kann aufs Meer gucken. Die Sonne kommt hinter den Wolken hervor und lässt das Wasser funkeln.

Nach dem Abendbrot gehen wir noch mal aufs Deck. Hier bietet sich ein toller Blick aufs Meer.





Und am Ende landen wir in der „Überschaubar“ über dem Pool.



Während wir unsere Cocktails genießen, geht die Sonne unter.


Montag, 31. August – Schiff Ahoi!
7:30 Uhr stehen wir auf und packen unseren Kram zusammen. Erste Station ist der örtliche Rossmann. Dann geht es wieder zum Bäcker Steiskal zum Frühstücken und anschließend zu Aldi. Wir sind startklar und fahren zum Hafen. Das Parken geht ohne Probleme und auch der Check-In ist super schnell erledigt. 10:45 Uhr sitzen wir schon beim ersten Kaffee an Board.




Wir wechseln auf Deck 12 an den Pool. Die Bar ist geöffnet und Eis gibt es ab 12:00 Uhr.





Gegen 14:00 Uhr ist unsere Kabine bereit und auch unsere Koffer stehen da.


Mein Hase hat heute schon einen Sportkurs gebucht. Eigentlich wollen wir das Ablegen und das Auslaufen oben an Deck erleben. Doch pünktlich zum Auslaufen setzt ein gewaltiger Gewitterguss ein.
Wir erleben das Auslaufen zuerst regengeschützt von unserem Balkon aus.






Nach dem Abendbrot gehen wir noch einmal nach oben auf Deck 14 ins Freie.


Anschließend sitzen wir auf unserem Balkon und gucken aufs Meer.


Die Sonne geht unter.


Sonntag, 30. August – An der Küste
Wir haben doch recht gut geschlafen. Unsere Nacht begann mit Schlagzeug in der Ferne und unter unserem Fenster vorbeiziehenden Jugendlichen. Das Frühstück nehmen wir in einer Filiale von Bäcker Steiskal ein. Mein Hase hatte zwei Brötchen mit Kaffe als Gedeck. Ich habe mich für Rührei mit Schnittlauch und einer Scheibe Brot entschieden. Danach gab es noch ein Franzbrötchen.

Draußen regnet es und wir wollen die Gegend im Bus erkunden.
Zuerst fahren wir durch Laboe. Weiter geht es zum Strand. Wir parken und wandern ein Stück am Strand.








Wir fahren weiter und finden einen Parkplatz mit Strandblick.



In den Regenphasen sitzen wir im Bus, gucken aufs Wasser, lesen vor und stricken. In den Regenpausen gehen wir an den Strand.




Eine weitere Regenpause nutzen wir für einen Gang zum Kaffee trinken. Wir sitzen im Zelt über dem Freisitz und es gießt wirklich heftig. Zum Glück ist unser zweiter Sitzplatz trocken. Der erste Versuch ging leider im Wasser unter.
Zum Abendbrot fahren wir nach Kiel ins Wirtshaus „Zur Alten Mühle“, direkt an der Mündung der Schwentine in die Kieler Förde.

Samstag, 29. August – Anreise
Nach dem Frühstück starten wir planmäßig 10:00 Uhr und sind nach zwei Pausen dann 16:10 Uhr in Heikendorf bei Kiel. Das Haus mit der gebuchten Ferienwohnung finden wir schnell. Als die Haustür aufgeht, schlägt uns ein beißender Geruch von Katzenklo entgegen. Der trübt den Eindruck. Die Ferienwohnung selbst ist sehr gut ausgestattet, sauber und liegt in der ersten Etage des Hauses.
Nachdem wir unsere Koffer die Treppe hinaufgeschleppt haben, gehen wir zur Ostsee. Nach 16 Minuten Fußmarsch stehen wir am Wasser.

Gerade verlässt ein Frachter den Hafen Kiel. Hier kommen wir am Montag dann auch vorbei.




Am Hafen essen wir Fischbrötchen und trinken ein kühles Pils.


Der Ort macht insgesamt einen verlassenen Eindruck. Der Wirt am Futterkutter ist speziell, derb aber freundlich. Überhaupt hinterlassen die Einheimischen einen sehr freundlichen Eindruck. Alle und jeder wird mit einem freundlichen „Moin“ gegrüßt.
Der Himmel zieht zu und erste Tropfen fallen. Zu unserem Glück kommen wir fast trocken wieder zurück. Kaum sitzen wir, öffnet der Himmel seine Schleusen und es gießt.
Den Abend verbringen wir mit Stricken und Vorlesen.
