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Die EU und die anlasslose Chatkontrolle

Ich nutze schon lange kein WhatsApp mehr und auch allen anderen Meta-Plattformen bin ich abhold. Doch jetzt steht die EU vor meiner digitalen Haustür und droht mit einer verdachtsunabhängigen Chatkontrolle, die ohne jegliche Anlässe, also pauschal, eingeführt werden soll.

Ich habe Fragen:

  • Warum setzt man die Unschuldsvermutung aufs Spiel?
  • Wo bleibt die Gewaltenteilung?
  • Was ist mit dem Schutz der Kommunikation?

Das Argument, Kinder so besser schützen zu wollen und die Verbreitung von Kinderp*rn*grafie unterbinden zu wollen, erscheint mir scheinheilig angesichts der Tatsache, dass es im WWW, bei TikTok und im Darknet genug zu tun gäbe.

Ich habe gerade die Petition ‚Chatkontrolle stoppen!‘ auf WeAct unterschrieben.

Je mehr Menschen die Petition unterstützen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie Erfolg hat. Hier könnt ihr mehr erfahren und unterzeichnen:

https://weact.campact.de/petitions/chatkontrolle-stoppen?bucket=20251007-waeb-hv-chatkontrolle-stoppen-aktive-abos-2&share=3bcad663-cf96-4388-b56d-c7ea92669bfb&source=copy_email&utm_campaign=20251007-waeb-hv-chatkontrolle-stoppen-aktive-abos-2&utm_medium=recommendation&utm_source=copy_email

Anthropic ändert Verbraucherbedingungen und Richtlinien

Athropic, das Unternehmen hinter dem Chatbot Claude, hat seine Verbraucherbedingungen geändert. Ab 28. September 2025 werden die Benutzerchats zu Trainingszwecken genutzt. Bei Bestandskunden erscheint ein Popup, in dem entschieden werden kann, wie damit umzugehen ist.

Für Neukunden erscheint die Abfrage im Anmeldeprozess.

Nachträgliche Änderungen der Einstellung sind über „Einstellungen“ – „Datenschutz“ möglich.

Dem Smartphone-Verbot trotzen

In dieser Woche erzählte eine Schülerin von ihrem Sohn. An seiner Schule gibt es ein generelles Smartphone-Verbot. Oft wollen Eltern den Medienkonsum ihrer Kinder steuern und kontrollieren. Auch hier wird dann meist mit einem Smartphone-Verbot gearbeitet. Was in beiden Fällen nicht berücksichtigt wird: Unsere Schüler/Kinder sind kreativ.

Das Zauberwort heißt hier Google Docs. Niemand schöpft Verdacht, wenn im Unterricht oder zu Hause mit einem Textverarbeitungsprogramm gearbeitet wird. Solche Dokumente können freigegeben und gemeinsam bearbeitet werden. Jeder Beteiligte schreibt in einer anderen Farbe – fertig ist der Chat. Oder man nutzt gleich, allerdings etwas auffälliger, die Chat-Funktion.

Ich finde: So viel Kreativität sollte belohnt werden ?.

Ach ja, das Verfahren kann natürlich auch mit Microsoft abgebildet werden.