Hervorgehobener Beitrag

Ihr Datenschutzbeauftragter – Blog

Guten Tag und herzlich willkommen in meinem Datenschutz-Blog.

Spätestens seit dem 25. Mai 2018, dem Tag, an dem die Datenschutz-Grundverordnung der Europäischen Union in Kraft trat, ist das Thema Datenschutz zu einem festen Begleiter geworden.

Ich greife verschiedene Themen auf und stelle sie hier vor. Bei Fragen kann ich unter ulf.tschech@ihrdatenschutzbeauftragter.info kontaktiert werden.

9. März 2026 | Mittagsspaziergang

Heute Mittag bin ich eine Rinde gelaufen und kam dabei auch über den Leipziger Nordfriedhof.

„Erstelle ein Gemälde im Stil der Moderne von einem großen alten Friedhof, der wie ein weitläufiger Park angelegt ist.“

Mein heutiges Bild hat mir wieder einmal gezeigt, dass es nicht unbedingt Bildgeneratoren neben den großen Chatsystemen braucht. Bildaufbau und Malstil wurden sehr gut von Nano Banana 2 umgesetzt.

8. März 2026 | Ein perfektes Ende des Wochenendes

Für uns ein perfekter Ausklang des Wochendes: vier Stunden in der Sauna und schwimmen.

Ich benutze mein ChatGPT-Projekt „Bilder von mir“, welches mit ein paar Fotos von mir trainiert hat. Inzwischen hat sich dieses Projekt als sehr sinnvoll erwiesen. Immer wieder mal möchte ich ein Bild erstellen auf dem eine Person zu sehen ist, die mir ähnelt.

„Erstelle ein Bild von mir, wie ich in der Sauna schwitze.“

6. März 2026 | Bäume verschneiden

Heute Nachmittag ging es in die zweite Runde beim Verschneiden unserer Apfelbäume. Das ist doch ein tolles Thema für einen kleinen Wettkampf. Es treten Le Chat von Mistral und Nano Banana 2 von Google gegeneinander an. Beide Chats bekommen den selben Prompt.

„Erstelle ein Gemälde im Malstil von Vincent van Gogh von einem Mann, der Obstbäume verschneidet.“

Jetzt sollen die Bilder noch an die aktuelle Jahreszeit angepasst werden.

„Passe die Jahreszeit bitte so an, dass es Anfang März ist. Die Bäume tragen noch kein Laub und sie blühen nicht.“

Im zweiten Schritt werden nun Unterschiede deutlich. Nano Banana erzeugt ein identisches Bild mit genau den von mir gewünschten Anpassungen. Le Chat erstellt ein komplett neues Bild und ändert den Malstil.

Ist OpenAI das Böse?

ChatGPT-Abos werden gerade massenhaft gekündigt. Die App wird spürbar oft deinstalliert. Ich selbst habe nach dem Vertrag zwischen OpenAI und dem amerikanischen Verteidigungsministerium mein Abo drei Mal gekündigt und wieder aktiviert. Anthropic wird gerade gefeiert wegen der Verweigerung eines gleichen Vertrages.

Machen wir doch mal einen Faktencheck, der uns vor falschen Wahrnehmungen bewahren kann.

Silicon Valley trifft Pentagon: Tech-Giganten im Militärservice


Die Zusammenarbeit zwischen großen Tech-Konzernen und dem US-Verteidigungsministerium (DoD) boomt – vor allem bei KI und Cloud. Seit 2025 fließen Hunderte Millionen in Verträge, die „agentische“ KI für Kampfeinsätze, Logistik und Cyber-Defense ermöglichen.[businessinsider, Reuters]


Cloud-Riesen als DoD-Partner


Amazon (AWS), Microsoft (Azure), Google Cloud und Oracle sichern mit dem JWCC-Programm (bis 9 Mrd. USD) die militärische IT-Infrastruktur ab. Google ergatterte zudem 2025 einen 200-Mio.-USD-Vertrag für TPUs und Agentspace, inklusive Top-Secret-Zertifizierung (IL6).[CNN]


KI-Pioniere im Kriegseinsatz


OpenAI (200 Mio. USD DoD-Vertrag für „warfighting“-KI), Anthropic (Claude Gov), xAI (Elon Musk) und Google teilen sich 800 Mio. USD für autonome AI-Systeme. OpenAI kooperiert mit Rüstungsfirma Anduril an Drohnenabwehr; Microsoft profitiert über Azure.[Reuters, Business Insider]

Fazit

Niemand wirft sein Android-Smartphone in den Teich wegen Google. Kaum jemand verlässt Microsoft Office. Vielleicht sollten wir sehen, dass Gewinne gemacht werden wollen.

5. März 2026 | Im Nebel

Der Tag startet mit Nebel. Der Bahnsteig liegt unter einer Nebeldecke. Den Mond, so wie die wartenden Menschen, erkennt man nur schemenhaft.

„Erstelle ein Gemälde im Stil der Malerei der deutschen Romantik von einem Bahnhof. Auf dem Bahnsteig stehen Menschen, die auf den nächsten Zug warten. Der Bahnsteig liegt im dichten Nebel. Die Reisenden sind nur schemenhaft zu erkennen. Durch den Nebel schimmert ein fast voller Mond.“

4. März 2026 | Auf dem Bahnhof

Vielleicht kannst du dir Besseres vorstellen, als bei 2°C auf dem Bahnsteig zu stehen und auf den Zug zu warten. Ich genieße diese Zeit. Es ist ruhig dank Kopfhörer. Der Mond geht unter und die Sonne auf.

„Erstelle ein Gemälde im Stil der Moderne von einem Bahnhof auf dem Land. Auf dem Bahnsteig stehen Menschen, die auf den nächsten Zug warten. Der Blick des Betrachters erfasst die zwei Gleise vom Bahnsteig aus. Links färbt sich der Himmel im Morgenrot. Rechts ist der untergehende Vollmond zu sehen. Die Kleidung der Menschen entspricht der aktuellen Gegenwart.“

ChatGPT 5.3 Instant hat Probleme mit dem Begriff „Gleis“. Beide scheitern an der Perspektive „vom Bahnsteig aus“.

Selbst eine Anpassung im Prompt verändert die Perspektive nicht.

„Erstelle ein Gemälde im Stil der Moderne von einem Bahnhof auf dem Land. Auf dem Bahnsteig stehen Menschen, die auf den nächsten Zug warten. Der Blick des Malers erfasst die zwei Gleise vom Bahnsteig aus. Links färbt sich der Himmel im Morgenrot. Rechts ist der untergehende Vollmond zu sehen. Die Kleidung der Menschen entspricht der aktuellen Gegenwart.“

Warum Metas Smart Glasses mehr sehen, als dir lieb ist

Hast du dich jemals gefragt, wer wirklich durch die Linse von KI-basierten Datenbrillen wie der Ray-Ban Meta schaut? Die beunruhigende Antwort lautet: Es ist nicht nur eine Maschine.

Eine aktuelle Enthüllung der schwedischen Zeitung Svenska Dagbladet wirft ein grelles Licht auf die Datenschutzpraktiken hinter dem bequemen Alltagsassistenten. Wer dachte, seine aufgenommenen Videos und Fotos würden sicher und rein lokal verarbeitet, irrt sich gewaltig.

Die Untersuchung zeigt, dass der Preis für smarte KI-Funktionen oft mit der intimsten Privatsphäre der Nutzer bezahlt wird. Hier sind die alarmierendsten Fakten aus dem Bericht:

  • Menschliche Augen statt lokaler KI: Um die KI-Systeme von Meta zu trainieren, werden Nutzerdaten (Fotos, Videos, Audio und Text) an das Partnerunternehmen Sama in Kenia gesendet. Dort sitzen sogenannte „Daten-Annotatoren“, die das Material manuell sichten und markieren.
  • Intimsphäre ungefiltert: Die Mitarbeiter in Kenia berichten von extrem privaten Einblicken. Auf ihren Bildschirmen landen Aufnahmen von Nutzern beim Toilettengang, beim Ausziehen, beim Sex oder Chats, die sensible Bankdaten und kriminelle Inhalte enthalten. Viele Nutzer wissen gar nicht, dass sie in diesen Momenten aufzeichnen.
  • Die Anonymisierung versagt: Eigentlich soll Metas Technologie Gesichter und Körper automatisch unkenntlich machen. Die Realität sieht laut Insidern anders aus: Besonders bei schlechten Lichtverhältnissen versagt der Algorithmus, sodass die menschlichen Auswerter klare Bilder von Gesichtern und nackten Körpern zu sehen bekommen.
  • Trügerische Sicherheit durch Falschinformationen: Während Verkäufer im Handel Kunden oft in Sicherheit wiegen und behaupten, die Daten blieben lokal auf dem Gerät, beweist eine Analyse des Netzwerkverkehrs das Gegenteil. Für die KI-Funktionen kommuniziert die Brille permanent mit den Servern von Meta.

Was bedeutet das für uns als Verbraucher?

Dieser Fall ist ein klassisches Beispiel dafür, wie der Hunger nach Trainingsdaten für KI-Modelle den Datenschutz aushebelt. Der Transfer derart hochsensibler Daten in Drittländer wie Kenia wirft massive rechtliche Fragen auf, insbesondere im Hinblick auf die strenge europäische Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Auf Nachfragen reagierte Meta bislang nur ausweichend und verwies auf seine allgemeinen Nutzungsbedingungen.

Fazit

Smarte Brillen mögen ein faszinierendes Stück Technik sein. Doch solange die Hersteller nicht transparent und wasserdicht garantieren können, dass private Momente auch wirklich privat bleiben, haben solche Kameras im intimsten Lebensumfeld eigentlich nichts verloren.

Wie du dich und dein Umfeld vor smarten Brillen schützen kannst

Egal, ob du selbst eine smarte Brille besitzt oder Freunde hast, die diese Technik nutzen – mit diesen drei einfachen Regeln behältst du die Kontrolle über deine Daten:

  • Achte auf Warnsignale: Datenbrillen wie die von Meta verfügen über eine kleine LED-Leuchte neben der Kameralinse, die aufleuchtet, wenn aufgenommen wird. Wenn dir dieses Licht auffällt, sprich dein Gegenüber sofort darauf an.
  • Setze klare Hausregeln: Zögere nicht, von deinen Gästen zu verlangen, smarte Brillen im Flur abzulegen. Besonders in sensiblen Bereichen wie dem Schlafzimmer, Badezimmer oder bei vertraulichen Gesprächen haben Kameras und Mikrofone mit Cloud-Anbindung absolut nichts verloren.
  • Prüfe deine eigenen Einstellungen: Falls du selbst ein solches Gadget nutzt, wühle dich tief in die Datenschutzeinstellungen der zugehörigen App (z. B. der Meta View App). Deaktiviere das Teilen von Daten zur Verbesserung der KI und schalte das Gerät komplett aus, sobald du dich in deinen privaten Räumen aufhältst.

3. März 2026 | Schon wieder der Mond

Heute Morgen, auf dem Weg zum Bahnhof, begegnet mir wieder der gute alte Mond. Ich habe kurz angehalten und aus dem Fenster ein Foto gemacht. Und was soll ich sagen – man kann den Mond erahnen.

Das Foto habe ich Nano Banana 2 gegeben.

„Passe das Bild bitte so an, dass die Mondoberfläche besser erkennbar ist.“

2. März 2026 | Der Mond

Heute Morgen auf dem Weg zur Arbeit überraschte mich ein riesiger untergehender Mond. Leider schaffte ich kein Foto.

„Erstelle ein impressionistisches Gemälde von einer hügeligen Landschaft am Morgen mit untergehendem riesigen Vollmond.“

Nano Banana 2

Ich finde, Nano Banana 2 hat mächtig zugelegt.