Ismene begegnete mir zum ersten Mal im Studium. Viel später dann sah ich im Deutschen Theater das großartige Stück „Ismene, Schwester von“
Seit dem komme ich immer wieder zu Ismene und ihrer Schwester Antigone zurück.
Heute habe ich etwas Zeit. Die Wiedereingliederung beschert mir einen freien Tag mitten in der Woche.
Gestartet bin ich mit „Was ist das Ismene-Konzept in der Philosophie?“ mit ChatGPT 5.2 Thinking und Gemini 3 Thinking-Modus.
Die Ergebnisse kann man sich bei Interesse selbst generieren lassen. Die umfangreichen Texte erspare ich euch.
Weiter ging es mit dem Prompt „Erstelle mir ein ausdrucksstarkes Bild welches geeignet ist, den Charakter von Ismene und die Ideen, für die sie steht, abzubilden.“.
In beidem Chats bin ich in den Pro-Modus gewechselt.
ChatGPTGemini
Mir gefällt das Bild von Gemini besser. Die Differenz zwischen Ismene und ihrer Schwester wird hier für meine Begriffe besser ausgedrückt.
Auf einem kleinen Spaziergang durch den Spreewald ist dieses Foto entstanden.
„Erstelle von diesem Foto eine Buntstiftzeichnung auf Kästchenpapier.“
ChatGPT 5.2Gemini 3 Pro
Und jetzt habe ich die erzeugten Buntstiftzeichnungen genommen, über Kreuz getauscht (also die Zeichnung von ChatGPT bei Gemini und die Zeichnung von Gemini bei ChatGPT) und im jeweils anderen Chat eingefügt.
„Verwandele bitte diese Zeichnung in ein Foto.“
ChatGPT 5.2Gemini 3 Pro
Meine Erkenntnisse des Tages:
ChatGPT erzeugt Kästchenpapier mit schwarzen Linien und Gemini mit blauen.
Das zurückverwandelte Foto sieht für mich bei ChatGPT natürlicher aus.
Läuft man etwas langsamer, kann man so Einiges am Wegesrand entdecken.
Der Impressionismus revolutionierte die Malerei radikal. Statt klarer Konturen, historischer Themen oder sozialer Botschaften ging es nun um den flüchtigen Eindruck eines Augenblicks.
Der Name stammt ursprünglich als Spott:
„Impression, Sonnenaufgang“ (1872) von Claude Monet
Ein Kritiker meinte abfällig: „Das ist keine Malerei, das ist nur eine Impression.“
Der Name blieb – und wurde Programm.
Zentrale Ideen
Nicht was gemalt wird, sondern wie es erscheint Wahrnehmung statt Wirklichkeit Augenblick statt Ewigkeit Licht wichtiger als Linie
Typische Merkmale
Sichtbarer, lockerer Pinselstrich Reine Farben, kaum Schwarz Farben mischen sich im Auge des Betrachters Freilichtmalerei (en plein air) Momenthafte Szenen: Alltag, Natur, Stadtleben Verzicht auf harte Konturen
Gesellschaftliche & technische Hintergründe
🎨 Neue Farben
Industriell hergestellte Tubenfarben Malen im Freien wird erst möglich
📸 Fotografie
Entlastet die Malerei vom „Abbilden-Müssen“ Künstler konzentrieren sich auf Wahrnehmung & Licht
🚆 Moderne Welt
Eisenbahn, Großstadt, Cafés, Freizeit Neue Motive: Boulevards, Bahnhöfe, Badende, Tanzsäle
Zentrale Künstler & Werke
🌸 Claude Monet (1840–1926)
Der Maler des Lichts
Impression, Sonnenaufgang Seerosen-Serie Kathedrale von Rouen (gleicher Ort, anderes Licht!)
🩰 Edgar Degas (1834–1917)
Bewegung und Moment
Tänzerinnen, Proben, Blicke „wie zufällig“
🌿 Pierre-Auguste Renoir (1841–1919)
Lebensfreude, Menschen, Nähe
Bal du moulin de la Galette
🌧️ Camille Pissarro
Stadtlandschaften, soziale Nähe
👩 Berthe Morisot & Mary Cassatt
Frauen im Impressionismus – neue Perspektiven auf Alltag & Intimität
Warum der Impressionismus so besonders ist
Beginn der modernen Malerei Bruch mit akademischen Regeln Kunst wird subjektiv Sehen wird wichtiger als Wissen
Oder anders gesagt:
Der Impressionismus malt nicht die Welt – er malt das Sehen selbst.
Impressionismus – Vertiefung
1. Licht ist das eigentliche Motiv
Im Impressionismus ist das Objekt oft nur Vorwand.
👉 Deshalb malte Claude Monet dieselben Motive immer wieder:
Kathedrale von Rouen (über 30 Versionen) Heuhaufen Seerosen
Nicht das Bauwerk ist wichtig – sondern wie es erscheint.
2. Farbe ersetzt die Linie
Akademische Malerei:
Erst Zeichnung Dann Ausmalen
Impressionismus:
Farbe formt die Dinge Linien lösen sich auf Formen entstehen im Auge des Betrachters
💡 Ein Baum ist nicht „grün“:
im Schatten → violett/blau im Licht → gelblich im Gegenlicht → kühl
3. Kein Schwarz – warum eigentlich?
Viele Impressionisten mieden Schwarz fast vollständig.
Stattdessen:
Schatten = Komplementärfarben Schwarz „tötet“ das Licht
Beispiel:
Gelbes Licht → violetter Schatten Rotes Objekt → grünlicher Schatten
➡️ Das Bild beginnt zu flimmern.
4. Der Pinselstrich darf sichtbar sein
Im Impressionismus gilt:
„Man soll sehen, dass gemalt wurde.“
Kurze, schnelle Pinselstriche Tupfen, Striche, Flecken Keine glatte Oberfläche
Das Bild wirkt aus der Nähe fast chaotisch –
aus der Distanz plötzlich stimmig und lebendig.
5. Der Moment zählt
Impressionistische Bilder wirken oft angeschnitten zufällig komponiert, wie ein Schnappschuss.
Einfluss der Fotografie: ungewöhnliche Bildausschnitte Bewegung im Bild, Figuren nicht „zentriert“
Degas ist hier besonders modern.
6. Warum der Impressionismus bis heute so beliebt ist
Er ist zugänglich, aber nicht banal.
Er spricht Gefühl und Wahrnehmung an.
Er wirkt modern, frisch, offen.
Er verlangt keine Vorbildung – nur Sehen.
Er verlangt nichts – er lädt ein.
7. Ein Gedanke zum Mitnehmen
Der Impressionismus fragt nicht:
„Was ist die Welt?“
sondern:
„Wie fühlt es sich an, sie zu sehen?“
„Erstelle ein typisches impressionistisches Gemälde von einer Landschaft im Sommer. Eine Baumgruppe steht am Rande eines Feldes. Im Schatten der Bäume haben Bauern und ihre Pferde Schutz vor der Mittagssonne gefunden und ruhen sich aus.“
An einem ereignislosen Tag wie dem heutigen kommt man auf verrückte Ideen. Und die KI macht all diese Verrücktheiten mit.
„Erstelle ein Foto im Querformat von einem mittelalterlichen Marktplatz mit düsterem Markttreiben, bei dem die wenigen zu sehenden Menschen allerdings Kleidung aus der Gegenwart tragen. Nur die Händlerinnen und Händler an den Ständen tragen mittelalterliche und zerlumpte Kleidung.“
Was für ein Tag! Bei Asterix und Obelix gibt es „das Haus, das Verrückte macht“. Bei mir gibt es den „Tag, der Verrückte macht“.
„Create a painting in the style of Romanticism depicting a poor poet having a nightmare about a medical syringe.“
Für diesen abenteuerlichen Prompt habe ich die Leonardo-App mit drei verschiedenen Datenmodellen benutzt. Die Ergebnisse entsprechen doch sehr meinen Erwartungen.
Ein toller YouTube-Short zum Thema „Die Notwendigkeit digitaler Bildung“. Hier gehört für mich auch die ganze Diskussion zu „Social Media erst ab xx Jahren erlauben“ dazu. Verbote helfen hier nicht weiter. Der Ausbau von Kompetenzen ist wichtig. Digitale Bildung und digitale Kompetenzen müssen einen ähnlichen Stellenwert einnehmen wie Sprache, Rechnen oder Geschichte. Warum integrieren wir Smartphone-Nutzung nicht in den Unterricht, anstatt Smartphones aus diesem zu verbannen?
„Erstelle ein Gemälde in einer passenden Stilrichtung von jungen Jugendlichen, denen man ihre Smartphones weggenommen hat.“
Das ist mal wieder so ein „Abenteuer-Prompt“. Ich bin gespannt, was für Bilder entstehen.
ChatGPT 5.2Mistral Le Chat 1.11Gemini 3 Pro
X
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