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Digitale Kompetenzen – gruselig!

Die PISA -Studie für digitale Kompetenzen ICILS zeichnet in ihrer Ausgabe 2023 ein gruseliges Bild für Deutschland. Der Digitalpakt Schule des Bundes und der Länder hat da wohl nicht zu den erhofften Resultaten geführt.

Die digitalen Kompetenzen von SuS der achten Klassen sind rückläufig, vor allem in nichtgymnasialen Schulformen. 40 % der SuS in dieser Altersgruppe verfügen über nur rudimentäre digitale Kompetenzen und Medienkompetenzen. Der Anteil der betroffenen SuS ist im Vergleich zu den Vorstudien sogar noch deutlich gestiegen. 2013 und 2018 betrug der Anteil noch 30 %.

Was ist zu tun? Die SuS scheinen nicht das Problem zu sein. 90 % gaben im Rahmen der Studie an, ihre digitalen Kompetenzen verbessern zu wollen. Von einer 1:1-Ausstattung bezogen auf digitale Endgeräte im schulischen Kontext sind wir weit entfernt. Aktuell liegt das Verhältnis von digitalen Endgeräten zu SuS bei 1:4.

Weiterbildungsangebote für Lehrpersonen müssen breiter aufgestellt und in einen praktischen Kontext gerückt werden. KI für die Unterstützung von Lernprozessen muss in den Blick genommen werden. Medienkompetenzen und und Medienbewertung muss stärker in den Unterricht einbezogen werden.

Unsere Nachbarländer Dänemark und Tschechien zeigen, wie es besser gehen kann.

27. Oktober – Welttag des audiovisuellen Erbes

Seit 2005 begehen wir weltweit diesen Tag. Er soll uns ins Gedächtnis rufen, welche Bedeutung audiovisuelle Medien für unsere Kultur, für uns als Individuen haben. In über 100 Jahren hat die Menschheit ein umfangreiches Erbe an Film- und Tonaufnahmen geschaffen. Dieses Erbe gilt es zu bewahren.

Ein kleiner Vergleich: Höhlenmalereien in der spanischen El-Castillo-Höhle sind etwa 40.000 Jahre alt. Sie können heute immer noch bestaunt werden und gelten als die ältesten Kunstwerke Europas. Die Originalfassung des Stummfilms „Metropolis“ von Fritz Lang dagegen wurde 1927 präsentiert. Diese Originalfassung ist heute nicht mehr existent.

Film- und Tonaufnahmen, die Magnetbändern gespeichert sind, können bereits nach 5 Jahren auf Grund von Umwelteinflüssen sowie durch Entmagnetisierung beschädigt werden.

Der Bewahrung dieses kulturellen Erbes hat sich der Welttag des audiovisuellen Erbes verschrieben.