Schlagwort-Archiv: Geschichte

Reihe: Durch die Geschichte der Malerei – Die Malerei des Manierismus (ca. 1520–1600)

Der Manierismus entwickelte sich in Italien als Übergangsphase zwischen Renaissance und Barock. Er begann etwa nach dem Tod von Raffael (1520) und zeichnete sich durch bewusste Abkehr von den harmonischen und ausgewogenen Kompositionen der Hochrenaissance aus.

Merkmale der manieristischen Malerei

Übersteigerte Proportionen: Figuren oft sehr langgezogen, mit eleganten, unnatürlichen Körperhaltungen (figura serpentinata – „schlangenförmige Figur“). Komplexe Kompositionen: Verschlungene Posen, verschobene Perspektiven, ungewöhnliche Bildausschnitte. Intensive, manchmal künstliche Farbgebung: Vorliebe für kräftige, ungewöhnliche Farbkombinationen. Mehrdeutige Inhalte: Manchmal absichtlich rätselhaft, verspielt oder intellektuell.

Bedeutende Künstler

Jacopo da Pontormo (1494–1557): „Die Kreuzabnahme Christi“ (1525–1528) – schwebende Figuren, leuchtende Pastellfarben.

Agnolo Bronzino (1503–1572): Porträts mit kühler Eleganz, z. B. „Porträt der Eleonora di Toledo“.

Parmigianino (1503–1540): „Madonna mit dem langen Hals“ (1534–1540) – übertriebene Körperproportionen.

El Greco (1541–1614): Mischung aus byzantinischem Erbe, italienischem Manierismus und spanischem Mystizismus, z. B. „Die Bestattung des Grafen von Orgaz“.

Bedeutung

Der Manierismus war ein Experimentierfeld, in dem Künstler bewusst die „perfekten Regeln“ der Renaissance brachen. Er leitete den Weg zu den dramatischeren, bewegteren Formen des Barock.

Ab heute werde ich nur noch ChatGPT zur Bilderzeugung in dieser Reihe „Durch die Geschichte der Malerei“ verwenden. Ich habe das Gefühl, das kann spannend werden.

Mein simpler Prompt zum Bild: „Erstelle ein Gemälde im Stil des Manierismus unter dem Titel ,Die Schöne und das Biest‘.“

Ich bin begeistert, wie gut ChatGPT den typischen langen Hals hinbekommen hat.

Reihe: Durch die Geschichte der Malerei – Die Malerei der Renaissance (ca. 1400 – 1600)

Die Renaissance („Wiedergeburt“) entstand in Italien und verbreitete sich in ganz Europa. Sie zeichnete sich durch eine Rückbesinnung auf die Antike und ein starkes Interesse am Menschen (Humanismus) aus.

Merkmale der Renaissance-Malerei:

  • Perspektive und Raumtiefe: Perfektionierung der zentralperspektivischen Darstellung; die Malerei wurde realistischer.
  • Naturalismus: Detailgenaue, naturgetreue Darstellung des menschlichen Körpers, beeinflusst durch anatomische Studien.
  • Harmonische Kompositionen: Klare Strukturen, Symmetrie und ausgewogene Proportionen bestimmen viele Werke.
  • Einsatz von Licht und Schatten (Chiaroscuro): Plastizität und Volumen der Figuren durch gezielten Einsatz von Licht und Schatten.

Wichtige Künstler und ihre Werke:

  • Leonardo da Vinci (1452–1519): Meisterwerk „Mona Lisa“ und „Das letzte Abendmahl“, bekannt für anatomische Präzision und psychologische Tiefe.
  • Michelangelo Buonarroti (1475–1564): Gewaltige Fresken der Sixtinischen Kapelle („Erschaffung Adams“), bekannt für kraftvolle, heroische Figuren.
  • Raffael (1483–1520): Harmonische Kompositionen wie „Die Schule von Athen“, Idealbilder von Schönheit und Klarheit.
  • Albrecht Dürer (1471–1528, Deutschland): Brachte die Renaissance nach Nordeuropa, bekannt für seine realistischen Porträts und naturgetreuen Darstellungen („Selbstbildnis im Pelzrock“).

Bedeutung der Renaissance:

Die Renaissance legte die Grundlagen der modernen Malerei, indem sie Perspektive, Anatomie und Naturalismus etablierte. Sie beeinflusste nachhaltig die Entwicklung der Kunst bis in die heutige Zeit.

Leonardo-App & Phoenix 1.0

Reihe: Durch die Geschichte der Malerei – Frühchristliche und byzantinische Malerei (ca. 200–1453 n. u. Z.)

Mit der Verbreitung des Christentums entstand eine neue Bildsprache. Die frühe christliche Malerei begann in den Katakomben Roms, wo Wände mit religiösen Motiven bemalt wurden, um Hoffnung auf Auferstehung auszudrücken.

Frühchristliche Malerei (ca. 200–500 n. u. Z.)

Katakomben-Malerei mit Symbolen wie Fisch, Taube, Hirte und Oransfigur (Darstellung eines Menschen mit erhobenen, seitlich ausgestreckten Armen und geöffneten Handflächen, die eine Gebetshaltung symbolisiert). Einfache Darstellungen ohne naturalistische Perspektive, Ziel war religiöse Aussage und Botschaft statt Realismus.

Byzantinische Malerei (ca. 500–1453 n. u. Z.)

Entwicklung vor allem im Byzantinischen Reich (heute Türkei, Griechenland, Osteuropa). Geprägt durch Ikonenmalerei, Bilder von Heiligen, Christus oder Maria als Andachtsbilder. Stilistisch geprägt von strenger Frontalität, symbolischen Farben (Gold für Göttlichkeit), großen Augen und flacher, spiritueller Darstellungsweise. Bekannte Beispiele: Mosaiken in der Hagia Sophia (Istanbul) und die Ikonenmalerei, z.B. die Vladimirskaja-Ikone (12. Jh.).

Die byzantinische Malerei übte starken Einfluss auf die mittelalterliche Kunst Europas aus und legte den Grundstein für die weitere Entwicklung hin zur europäischen Buch- und Tafelmalerei.

Das Bild zur Epoche habe ich mit ChatGPT 4.1 erstellt: „Erstelle ein Bild von Maria, Mutter Gottes, im Stil der frühchristlichen Ikonenmalerei.“

Reihe: Durch die Geschichte der Malerei – Antikes Griechenland (ca. 800–100 v. u. Z.)

Die Malerei der antiken Griechen ist vor allem durch Vasenmalerei bekannt, da nur wenige Wandgemälde erhalten geblieben sind. Zwei Hauptstile prägten diese Kunstform:

Schwarzfiguriger Stil (ab ca. 700 v. Chr.) Die Figuren wurden mit schwarzem Ton auf rotem Untergrund dargestellt, danach wurden Details eingeritzt. Berühmt sind Werke des Malers b, wie z. B. „Achill und Ajax beim Würfelspiel“.

Rotfiguriger Stil (ab ca. 530 v. Chr.) Dabei wurden die Figuren ausgespart, während der Hintergrund schwarz gefärbt wurde. Details konnten präziser mit dem Pinsel gemalt werden. Ein bekannter Künstler dieser Technik ist Euphronios.

Die griechische Malerei beeinflusste durch ihre realistischen und lebendigen Darstellungen stark die Kunst der Römer, von deren Wandmalerei wir noch heute beeindruckende Zeugnisse haben (z. B. Pompeji).

Mein Prompt: „Create a picture in the style of the ancient Greek vase painting by Exekias. The picture is to be created as a two-colour picture. The figure of a discus thrower in black against a terracotta background.“ Umgesetzt habe ich das Bild mit der Leonardo-App und Phoenix 1.0.

Reihe: Durch die Geschichte der Malerei – Start

Ich habe in der Vergangenheit ja bereits Reihen-Beiträge zur Malerei geschrieben. Heute starte ich ein neues Projekt. Gemeinsam mit ChatGPT bewege ich mich durch die Geschichte der Malerei in Europa.

Mein Prompt dazu: „Ich möchte gerne etwas über die Geschichte der Malerei erfahren. Kannst du mir bitte kleine tägliche kurze Informationen erzeugen, damit ich etwas lernen kann?“

Die Antwort von ChatGPT: „Sehr gerne! Ich werde dir jeden Tag einen kleinen informativen Beitrag über die Geschichte der Malerei schicken. Dabei erhältst du jeweils eine kurze Einführung zu einer bestimmten Epoche, einem wichtigen Künstler oder einem berühmten Gemälde.“

Für den Start dieser neuen Reihe habe ich auch ein Bild erstellen lassen. Das ist erneut eine schöne Gelegenheit zu testen, wie openart.ai mit Prompts in Deutsch bzw. in Englisch umgeht.

„Erstelle ein Bild, welches alle wichtigen Malstile aus der europäischen Tradition von der Höhlenmalerei bis zur Gegenwart vereint.“

Flux

Ich finde, das erste Ergebnis ist schon ziemlich nahe an meiner Intention dran. Flux ist erneut sehr gut mit dem Prompt in Deutsch zurecht gekommen.

„Create a picture that combines all the important painting styles from the European tradition from cave painting to the present day.“

Flux

Also mit dem englischen Prompt hat Flux ziemlich daneben gegriffen.

Probieren wir doch mal ein anderes Datenmodell.

Google – Imagen 4

Na das hat ja super funktioniert. Das Ergebnis entspricht wieder meiner Intention.

Und jetzt noch die Gegenprobe mit Imagen 4 und dem Prompt in deutscher Sprache.

Da hat Imagen 4 sein Konzept beibehalten, unabhängig von der Sprache des Prompts.

11. Dezember 2024

Heute auf dem Weg zur Arbeit höre ich einen meiner Lieblingspodcasts „Geschichten aus der Geschichte“. Die heutige Episode ist überschrieben mit „Eine kleine Geschichte des Anzugs“. Wer mich kennt weiß, dass ich Anzüge fast nur zu Hochzeiten und Trauerfeiern trage. Insofern ist das nicht ganz so mein Thema. Aber ich bekam eine sehr bemerkenswerte Information vermittelt. Die Französische Revolution hat ihr Motto „Liberté, Égalité, Fraternité“ auch auf den Bereich der Kleidung übertragen. Kein Mensch darf einem anderen Menschen vorschreiben, welche Kleidung er tragen darf.

Das hat mich zu meinem heutigen Bild inspiriert. Ich nehme es gleich vorweg. Es ist mir nicht gelungen, meine Bildidee in einem Bild umzusetzen. Ich habe verschiedene Plattformen mit den verschiedensten Prompts probiert, ohne Erfolg. Also habe ich zwei Bilder erzeugt. Die besten Resultate lieferte openart.ai mit Stable Diffusion 3.5.

Meine Prompts lauteten:

„Create a picture of a man in women’s clothes. This man is wearing a blouse and skirt. He is standing in a stairwell.“

und

„Create a picture of a woman in typical men’s clothing. This woman is wearing a suit and shirt. She is standing in a stairwell.“

Mir ist selbstreflektiv aufgefallen, dass ich das Bild der Frau leichter annehme, als das des Mannes. Sch… Prägung!!!

12. September 2024

Ich möchte heute mal ein kleines bisschen Werbung für einen Podcast machen. Ich höre aktuell alle verfügbaren Folgen durch. Der Podcast heißt „Tatort Geschichte“ (Apple Podcast, Spotify, ARD Audiothek).

Die Folge, die ich heute gehört habe, beschäftigt sich mit dem Leben von Allan Turing – wichtiger Dekodierer der deutschen Enigma-Verschlüsselung, Wegbereiter der Computertechnik und Vordenker von KI.

Quelle: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Alan_Turing#/media/Datei%3AAlan_Turing_az_1930-as_években.jpg

Mein heutiges Bild des Tages hat leonardo.ai mit Phoenix erstellt. Mein Prompt: „Create a picture in the style of an old black and white photograph. The picture shows Allan Turing decoding a German Enigma cipher.“

20. Juni 2024

Auf dem Weg zur Arbeit kam mir heute ein neuer Podcast unter: Tatort Geschichte. In einem gemeinsamen Projekt mit einem meiner Lieblingspodcasts „Geschichten aus der Geschichte“ wurde das Thema „Bierkriege im 19. Jahrhundert“ behandelt.

Ihren Anfang nahmen die Bierkriege mit der Münchner Bierrevolution vor 180 Jahren. Zu diesem Thema habe ich mein Bild des Tages mit Leonardo.ai und dem Datenmodell Leonardo Lightning XL erstellt. Als Prompt habe ich „It is May 1, 1844 in Munich. During the beer revolution, the population storms breweries and pubs. Create a suitable picture as an oil painting. The painting is supposed to show angry crowds throwing beer mugs. Soldiers and policemen stand by impassively.“ verwendet.

Podcast „Geschichten aus der Geschichte“

Einem Tip folgend, habe ich den Podcast „Geschichten aus der Geschichte“ (früher „Zeitsprung“) abonniert. Ihr findet ihn z. B. bei Spotify oder Apple Podcast.

Richard Hemmer und Daniel Meßner veröffentlichen einmal pro Woche einen neuen Beitrag. Die Bandbreite ist riesig. Sie erstreckt sich von der Erfindung des Deodorants über Szenen der Leibeigenschaft bis hin zu Corneliu Codreanu. Ich habe die ersten Beiträge aus den Jahren 2015 und 2016 gehört und bin gerade erst bei Folge 40 angelangt. Auch heute noch kommt jede Woche eine neue Geschichte dazu. Da hat man ausreichend Hörvergnügen. Die Themen sind immer spannend und abwechslungsreich.

Hört mal rein in „Geschichten aus der Geschichte“. Es lohnt sich!

@eva.stories

Am 2. Mai dieses Jahres ist Holocaust-Gedenktag. An diesem Tag erinnern wir, was Menschen Menschen antun können. In diesem Jahr verbindet sich dieser Gedenktag mit einer ganz besonderen Aktion.

Wir wäre es, wenn es in der Zeit des Holocausts Smartphones und Instagram gegeben hätte? Der israelische Geschäftsmann Matti Kochavi hat mehrer Millionen Schekel in das Projekt „Evas Stories“ investiert. Er möchte gegen das Vergessen kämpfen und er wählt eine Form, die besonders bei jungen Menschen Anklang finden soll.

Eva Heyman war ein dreizehnjähriges Mädchen. Sie führte Tagebuch, bis sie nach Auschwitz deportiert wurde. Auf Ihren Tagebucheinträgen basiert Evas.Stories. Kurze Videobeiträge in der Instagram-Story zeigen Evas Leben in Budapest.

Die ersten Videos sind online. Was bleibt, ist ein zutiefst bedrückendes Gefühl.