Ich war heute im Leipziger Museum der bildenden Künste in einer Sonderausstellung zu Rembrandt und seiner Rezeption – sehr sehenswert!
Ein Zyklus hat mich besonders beeindruckt: Frauen am Fenster.
Jan Victors (1619 – um 1676) Mädchen am FensterNicolaes Maes (1634-1693) Mädchen am Fenster (Die Tagträumerin)Bartholomeus van der Helst (1613-1670) Alte Frau im Fenster
Bild 3 von van der Helst finde ich besonders bemerkenswert. Hier kommt sehr gut der Widerspruch zwischen Anspruch/Erwartung und Wirklichkeit heraus.
Ich habe mal bissel rumgespielt, aber mein Ziel nicht erreicht. „Eine alte Frau kleidet sich wie die Jugend des 21. Jahrhunderts mit aufgeknöpfter Bluse und schaut aus dem Fenster eines Bauernhauses aus dem 17. Jahrhundert. Gemalt im Stil Rembrandts und seiner Epoche“
Final wurde es dann: „A (young) woman dressed in modern clothes, unbuttoned at the front, looks out of the window of a dilapidated house, painted in the style of Rembrandt and his era“
Ich war heute in einer sehr coolen immersiven Ausstellung zu Tutanchamun in der Revaler Straße in Berlin. Die hat mich angeregt, einen zweiten Prompt nachzuschieben.
„Create a picture of Tutankhamun riding a motocross motorbike through the desert. Pyramids can be seen on the horizon.“
Den heutigen Prompt habe ich selbst gebaut und nur von DeepL ins Englische übersetzen lassen: „The Queen of the Fairies is standing in an enchanted forest full of bright flowers. She is holding an old analog camera and photographing a robot. In the background are tall old trees. The style is supposed to be cyberpunk-style digital art. The picture should be very detailed, with sunlight. Use full body shots and a bird’s eye view.“
Als Plattform habe ich openart.ai und als Datenmodell RealVis XL V4.0 verwendet.
Auf dem Gelände der ehemaligen „Großen Leipziger Straßenbahn“ befindet sich seit 2014 das Kunstkraftwerk Leipzig. Kunst findet hier in den Hallen des ehemaligen Kraftwerkes statt. Beginnend mit seiner Gründung, versucht sich das Kunstkraftwerk als ein Ort für immersive Kunst zu etablieren.
Garagen auf dem Gelände
Das ist noch Technik!
Kesselhalle
Ich war am Mittwoch dieser Woche, gestern, in der Ausstellung. Immersive Kunst, also multimediale, begehbare Kunst, gibt es an verschiedenen Plätzen. Ich habe mir im vergangenen Jahr Visions alive in Berlin (Von Monet bis Kandinsky) angesehen.
Erst vor ein paar Wochen waren wir in Les Baux des Provence in der Ausstellung „Carrières de Lumières“, aktuell mit Arbeiten zu van Gogh und zu Japanischen Träumen. Carrières de Lumières ist im Vergleich zu Leipzig gigantisch. Die Räume sind einfach unübersehbar groß. Aber inhaltlich und technisch kann Leipzig mit beiden Ausstellungen locker mithalten.
In Leipzig hat mich „Bach Expirience“ besonders begeistert. Die Kombination aus Videoinstallation und Bachscher Musik ist absolut gelungen. Die Bilder passen sich toll in die Gebäudearchitektur der Maschinenhalle ein. Die 35 Minuten vergingen wie im Flug.
Mit gewaltigen Bildern und sehr passender Musik kamen die „Giganten der Renaissance“ daher. Der Beitrag eignet sich super, um abzutauchen in einen Strudel aus Bildern und Musik.
„Hundertwasser Expirience“ in der Maschinenhalle läuft zwar nur 10 Minuten. Aber hier scheint sich die Zeit zu dehnen. Mein Pech war, zur gleichen Zeit mit mir verweilte eine Gruppe Schnattergänse in der Halle. Das hat meine Freude etwas getrübt.
Zu den „Wunderwelten von Alice“ (im Wunderland) war ich dann glücklicherweise alleine in der Kesselhalle. Das war gleich ein ganz anderer Eindruck. Später kam eine Familie mit zwei Kindern dazu. Die Kinder tanzten zur Musik und in den Bildern. Das muss man gesehen haben. Also, wer da mal hin geht: Nehmt Euch Kinder mit, die sich trauen zu tanzen!
„Werk in Progress“ und „Wish you were here“ in der Kesselhalle setzen beide auf die Kombination aus hochwertiger Projektionstechnik und Nutzung der Gebäudestrukturen. Projektion, Realität und so entstehende Fiktion fließen zusammen. Mehrmals war ich mir nicht sicher, was real und was fiktiv ist.
Mein Fazit: Der Besuch lohnt sich. Die 11 Euro Eintritt sind gut angelegtes Geld. Ich habe mir umständlich einen Parkplatz in einer Seitenstraße der Saalfelder Straße gesucht. Hätte ich mir sparen können. Auf dem Gelände gibt es Stellplätze für PKW. Ich werden auf jeden Fall noch einmal die Ausstellung besuchen. Den Teil „Installierte Medienkunst“ habe ich nur noch schnell durchlaufen können. Als Besucher sollte man unbedingt Zeit mitbringen. Alleine der immersive Teil der Ausstellung hat eine Spieldauer von 115 Minuten. Hinzu kommen zweieinhalb Minuten Pause zwischen jedem Abschnitt. In der Maschinenhalle stehen Stühle und Bänke. Wer sich lieber lang machen will, kann hier Decken und Kissen auf dem Boden nutzen. In der Kasselhalle gab es gestern nur Stühle. Ich finde auch, man sollte seinen Platz immer wieder einmal wechseln. Die Sicht und die damit verbundenen Eindrücke ändern sich bemerkenswert.
Als spannend empfand ich das Werk „Auswildern“ von Sighard Gille aus den Jahren 1990/1991. Es thematisiert die Frage nach dem Zurechtkommen mit Freiheiten.
Sighard Gille: Auswildern (1990-1991)
Für mich bleibt die Frage: Wie empfinden Menschen die Werke, die die Jahre vor, während und unmittelbar nach der Wende nicht bewusst erlebt haben? Ich werde wohl mal meine Kinder in die Ausstellung mitnehmen. Vielleicht bin ich dann schlauer.
Mit Telefonzellen beispielsweise kann man nur etwas verbinden, wenn man mal in einer drin gestanden hat, den Blechkasten benutzt hat und den Geruch erinnern kann.
Wolfgang Smy: Großes Stadtbad (1986)
Die Ausstellung regt zum Nachdenken an. Fragen nach Mauern im Denken kommen auf. Wie wirkt Agitation? Warum beschränkt man sein Denken? Warum lässt man Bewegungsunfreiheit zu? Da ist es mit einem Besuch nicht getan. Ich muss auf jeden Fall mindesten noch einmal in die Ausstellung. Zeit ist dafür noch bis 3. November 2019.
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