Auf einem kleinen Spaziergang durch den Spreewald ist dieses Foto entstanden.
„Erstelle von diesem Foto eine Buntstiftzeichnung auf Kästchenpapier.“
ChatGPT 5.2Gemini 3 Pro
Und jetzt habe ich die erzeugten Buntstiftzeichnungen genommen, über Kreuz getauscht (also die Zeichnung von ChatGPT bei Gemini und die Zeichnung von Gemini bei ChatGPT) und im jeweils anderen Chat eingefügt.
„Verwandele bitte diese Zeichnung in ein Foto.“
ChatGPT 5.2Gemini 3 Pro
Meine Erkenntnisse des Tages:
ChatGPT erzeugt Kästchenpapier mit schwarzen Linien und Gemini mit blauen.
Das zurückverwandelte Foto sieht für mich bei ChatGPT natürlicher aus.
Läuft man etwas langsamer, kann man so Einiges am Wegesrand entdecken.
Der Impressionismus revolutionierte die Malerei radikal. Statt klarer Konturen, historischer Themen oder sozialer Botschaften ging es nun um den flüchtigen Eindruck eines Augenblicks.
Der Name stammt ursprünglich als Spott:
„Impression, Sonnenaufgang“ (1872) von Claude Monet
Ein Kritiker meinte abfällig: „Das ist keine Malerei, das ist nur eine Impression.“
Der Name blieb – und wurde Programm.
Zentrale Ideen
Nicht was gemalt wird, sondern wie es erscheint Wahrnehmung statt Wirklichkeit Augenblick statt Ewigkeit Licht wichtiger als Linie
Typische Merkmale
Sichtbarer, lockerer Pinselstrich Reine Farben, kaum Schwarz Farben mischen sich im Auge des Betrachters Freilichtmalerei (en plein air) Momenthafte Szenen: Alltag, Natur, Stadtleben Verzicht auf harte Konturen
Gesellschaftliche & technische Hintergründe
🎨 Neue Farben
Industriell hergestellte Tubenfarben Malen im Freien wird erst möglich
📸 Fotografie
Entlastet die Malerei vom „Abbilden-Müssen“ Künstler konzentrieren sich auf Wahrnehmung & Licht
🚆 Moderne Welt
Eisenbahn, Großstadt, Cafés, Freizeit Neue Motive: Boulevards, Bahnhöfe, Badende, Tanzsäle
Zentrale Künstler & Werke
🌸 Claude Monet (1840–1926)
Der Maler des Lichts
Impression, Sonnenaufgang Seerosen-Serie Kathedrale von Rouen (gleicher Ort, anderes Licht!)
🩰 Edgar Degas (1834–1917)
Bewegung und Moment
Tänzerinnen, Proben, Blicke „wie zufällig“
🌿 Pierre-Auguste Renoir (1841–1919)
Lebensfreude, Menschen, Nähe
Bal du moulin de la Galette
🌧️ Camille Pissarro
Stadtlandschaften, soziale Nähe
👩 Berthe Morisot & Mary Cassatt
Frauen im Impressionismus – neue Perspektiven auf Alltag & Intimität
Warum der Impressionismus so besonders ist
Beginn der modernen Malerei Bruch mit akademischen Regeln Kunst wird subjektiv Sehen wird wichtiger als Wissen
Oder anders gesagt:
Der Impressionismus malt nicht die Welt – er malt das Sehen selbst.
Impressionismus – Vertiefung
1. Licht ist das eigentliche Motiv
Im Impressionismus ist das Objekt oft nur Vorwand.
👉 Deshalb malte Claude Monet dieselben Motive immer wieder:
Kathedrale von Rouen (über 30 Versionen) Heuhaufen Seerosen
Nicht das Bauwerk ist wichtig – sondern wie es erscheint.
2. Farbe ersetzt die Linie
Akademische Malerei:
Erst Zeichnung Dann Ausmalen
Impressionismus:
Farbe formt die Dinge Linien lösen sich auf Formen entstehen im Auge des Betrachters
💡 Ein Baum ist nicht „grün“:
im Schatten → violett/blau im Licht → gelblich im Gegenlicht → kühl
3. Kein Schwarz – warum eigentlich?
Viele Impressionisten mieden Schwarz fast vollständig.
Stattdessen:
Schatten = Komplementärfarben Schwarz „tötet“ das Licht
Beispiel:
Gelbes Licht → violetter Schatten Rotes Objekt → grünlicher Schatten
➡️ Das Bild beginnt zu flimmern.
4. Der Pinselstrich darf sichtbar sein
Im Impressionismus gilt:
„Man soll sehen, dass gemalt wurde.“
Kurze, schnelle Pinselstriche Tupfen, Striche, Flecken Keine glatte Oberfläche
Das Bild wirkt aus der Nähe fast chaotisch –
aus der Distanz plötzlich stimmig und lebendig.
5. Der Moment zählt
Impressionistische Bilder wirken oft angeschnitten zufällig komponiert, wie ein Schnappschuss.
Einfluss der Fotografie: ungewöhnliche Bildausschnitte Bewegung im Bild, Figuren nicht „zentriert“
Degas ist hier besonders modern.
6. Warum der Impressionismus bis heute so beliebt ist
Er ist zugänglich, aber nicht banal.
Er spricht Gefühl und Wahrnehmung an.
Er wirkt modern, frisch, offen.
Er verlangt keine Vorbildung – nur Sehen.
Er verlangt nichts – er lädt ein.
7. Ein Gedanke zum Mitnehmen
Der Impressionismus fragt nicht:
„Was ist die Welt?“
sondern:
„Wie fühlt es sich an, sie zu sehen?“
„Erstelle ein typisches impressionistisches Gemälde von einer Landschaft im Sommer. Eine Baumgruppe steht am Rande eines Feldes. Im Schatten der Bäume haben Bauern und ihre Pferde Schutz vor der Mittagssonne gefunden und ruhen sich aus.“
An einem ereignislosen Tag wie dem heutigen kommt man auf verrückte Ideen. Und die KI macht all diese Verrücktheiten mit.
„Erstelle ein Foto im Querformat von einem mittelalterlichen Marktplatz mit düsterem Markttreiben, bei dem die wenigen zu sehenden Menschen allerdings Kleidung aus der Gegenwart tragen. Nur die Händlerinnen und Händler an den Ständen tragen mittelalterliche und zerlumpte Kleidung.“
Ein toller YouTube-Short zum Thema „Die Notwendigkeit digitaler Bildung“. Hier gehört für mich auch die ganze Diskussion zu „Social Media erst ab xx Jahren erlauben“ dazu. Verbote helfen hier nicht weiter. Der Ausbau von Kompetenzen ist wichtig. Digitale Bildung und digitale Kompetenzen müssen einen ähnlichen Stellenwert einnehmen wie Sprache, Rechnen oder Geschichte. Warum integrieren wir Smartphone-Nutzung nicht in den Unterricht, anstatt Smartphones aus diesem zu verbannen?
„Erstelle ein Gemälde in einer passenden Stilrichtung von jungen Jugendlichen, denen man ihre Smartphones weggenommen hat.“
Das ist mal wieder so ein „Abenteuer-Prompt“. Ich bin gespannt, was für Bilder entstehen.
Mein Bild des Tages sind heute zwei unterschiedliche Bilder mit je einem eigenen Prompt. Gewidmet sind beide Bilder den Schwestern Antigone und Ismene aus dem antiken Theben.
„Erstelle ein quadratisches Bild als Bleistiftzeichnung von Antigone, die vor den Toren von Theben Erde auf den Leichnam ihres Bruders streut und so das göttliche Gesetz über das menschengemachte Recht stellt.“
ChatGPT 5.2
„Erstelle ein quadratisches Gemälde im Stil der Malerei der Renaissance von Ismene, die mit ihrer Schwester Antigone in den Tod gehen will.“
Gestern Abend im Auto knallte ein Gedanke durch meinen Kopf. Und den muss ich heute verwursten!
Es gibt genau einen Musiker, der mein Leben seit 1982 (wahrscheinlich schon früher, aber ich habe keine genauen Erinnerungen mehr daran) begleitet und das bis heute. 1982 brachte mir meine Großmutter Agathe das Album „Keule“ von Udo Lindenberg aus Hannover mit in den tiefen Osten. Gestern lief Udo L. im Radio und das war der Anlass für den durch mein Hirn sausenden Gedanken.
Das Albumcover war für mich spektakulär – Udo Lindenberg als Urmensch mit Lendenschurz, Fellstiefel und Keule. Sorry für den Amazon-Link. Wikipedia hat kein Albumcover im Artikel.
Ich habe in ChatGPT 5.2 ein Projekt angelegt, welches ich mit fünf Portraits von mir gefüttert habe. Das Projekt kennt also mein Gesicht.
Nun kommt mein Prompt: „Erstelle bitte ein Bild von mir als Steinzeitmensch, bekleidet nur mit einem Lendenschurz aus Fell und gestützt auf eine große Holzkeule. Das Bild soll den Stil einer Zeichnung mit Kugelschreiber auf Kästchenpapier haben.“
Der erste Prompt lautete: „Erstelle das Bild ‚Kinderspiele‘ von Pieter Brueghel dem Älteren so, dass darauf die Kinderspiele der Gegenwart zu sehen sind. Berücksichtige dabei auch elektronische Spielgeräte.“
ChatGPT 5.2Gemini 3 Pro
Wie sehr gut zu sehen ist, haben sich beide Ergebnisse doch ein gutes Stück vom Original entfernt.
Der angepasste Prompt lautete dann: „Verändere das Bild ‚Die Kinderspiele‘ von Pieter Brueghel dem Älteren so, dass die Kinder mit elektronischen und digitalen Spielsachen aus der Gegenwart spielen. Behalte das Querformat des Originals, den Malstil und die Farbgebung bei. Erzeuge das Bild in einer Größe, die für Posterdruck geeignet ist.“
ChatGPT 5.2Gemini 3 Pro
Es existiert ganz offenbar ein Unterschied zwischen „Erstelle…“ und „Verändere…“. Meine SuS fragen mich immer mal wieder „Warum ist ihnen Sprache so wichtig?“ Darum!
Herzlichen Dank an Werkabenteuer für den tollen Denkanstoß. Wie hat sich die Art von Kinderspielen verändert? Was bewirkt verändertes Spielen beim Kind? Gibt es vielleicht weitreichendere Auswirkungen über die Kindheit hinaus? Oh man, mein Kopf ist gerade wie ein gehender Pizzateig…
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